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Membran

Hat die Katastrophe schon stattgefunden oder kommt sie erst? Und wird sie
wie im klassischen Drama die Katharsis bringen? Zwei Männer und eine Frau
sitzen in ihren bunkerartigen Wohnungen wie in einem Wartezimmer.
Überfordert von medialer Informationsflut und Ratgeberweisheiten, suchen sie
Halt im bildungsbürgerlichen Klavierspiel und fernöstlichen Techniken der
Selbstoptimierung. Sie sehnen sich nach einem Leben, in dem sich die eigenen
Erfahrungen zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen. Doch die schützende
Membran, welche die einströmenden Einflüsse filtern sollte, hat längst Risse
bekommen. Sie verlieren den Überblick und erstarren in Furcht vor diffusen
Gefahren. Mit hysterischem Aktivismus versuchen sie dieser Untätigkeit zu
entkommen. Es muss etwas geschehen! Doch es geschieht nichts ­ wann kommt
die Katastrophe oder ist sie schon passiert? In welchem Akt sind wir?

Künstlerische Mitarbeit und Produktion: Stella Händler
Mit: Karin Minger, Thomas Douglas, David Wohnlich
Stimmen: Desirée Meiser, Thomas Douglas, Ueli Jäggi
Kamera und Licht: Thomas Isler
Ausstattung und Kostüm: Monika Görner
Musik: J. S. Bach
Klavier: Michael Donkel
Sounddesign: Max Philipp Schmid
Sounddesign und Mischung: Hartmut Homolka

Uraufführung: Mai 2019 Kurzfilmtage Oberhausen
Südamerikanische Premiere: São Paulo International Short Film Festival (Internationaler Wettbewerb)

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